„Darf ich das?“ eine uns sehr beeinflussende Frage. In diesen Zeiten der vielen Verboten „triggert“ sie uns besonders auf emotinaler Ebene.


„Darf ich das?“ „Darf ich das nicht?“ Was darf man, was darf man nicht. Im Moment eine besonders verwirrende Frage, die uns Stress macht.

„Darf ich das?“ Eine uns sehr beeinflussende Frage.

Wenn wir uns mir dieser Frage beschäftigen, werden wir unmittelbar in unsere früheste Kindheit katapultiert. In das Alter zwischen Geburt und ca. 3 Jahren, die Zeit, in der wir mehr und mehr fähig waren uns fort zu bewegen, selbst zu handeln und uns zunehmend mit Worten auszudrücken.

Als wir unseren Willen entdeckt und angefangen haben unser „Ich-Bewusstsein“ auszudrücken. Vielleicht mit Phasen des Trotzes. In dieser Zeit erfuhren wir zunehmend, dass wir Manches nicht dürfen. Und haben nicht immer verstanden warum.

Baby

In der folgenden Zeit, zwischen drei und knapp sieben Jahren, wurden wir in zunehmendem Maß sozialisiert und reglementiert. Durch den Kindergarten und Schulbeginn kamen wir mit weiteren Autoritäten in Kontakt und somit mit gehäuften Verboten und Regeln.


Nicht alles war mit dem Verstand nachzuvollziehen, nicht alles wurde erklärt. Es gab auch Strafen und Vieles war verknüpft mit dem Gefühl von: „Wenn ich nicht brav bin, werde ich nicht mehr geliebt, bin nicht annehmbar und werde nicht mehr beachtet.“. Und wenn mein Wille nicht ernst genommen und gehört wurde, fühlte ich „Ich bin nicht wichtig“. Diese gefühlsmäßigen Erfahrungen sind in uns abgespeichert. Und erschüttert heute in einer ähnlichen Situation unser Urvertrauen in unser Zugehörigkeitsgefühl.

Kindheit

In der Pubertät beschäftigt man sich mehr mit der Frage: „Wer bin ich und wie will ich sein?“ Ist gleichzeitig weiter mit Verboten, Restriktionen und dem Bewusstsein der Abhängigkeit vom Elternhaus konfrontiert. Unsere Reaktion darauf war entweder Angepasstheit, Rebellion, stille Rebellion wie z.B. in Form einer Essstörung, Suchtverhalten, Depression oder Ausbruch. Unterschwellig begleitet von Gefühlen und Erfahrungen wie beispielweise: „nicht gehört oder übersehen werden“, „unerwünscht und unwillkommen zu sein.“ Alles das macht Angst. Angst die Liebe, Geborgenheit und Sicherheit zu verlieren, die wir in diesem Alter noch als Basis brauchen. Und diese gefühlsmäßigen Wahrnehmungen wirken auf uns verstärkend wie ein Echo unserer ersten abgespeicherten Erfahrungen.

richtig Falsch

All dieses hat uns geprägt und uns Verhaltensmuster und Strategien entwickeln lassen, um unbeschadet zu Überleben. Unter Stress kommen diese zum Vorschein und bestimmt  letztendlich wie wir heute mit der Situation und mit Verboten im Allgemeinen umgehen. Beziehungsweise wie wir generell mit Situationen umgehen, in denen wir vor die Frage gestellt werden: „Darf ich das?“

Etwas tun zu wollen oder in eine Handlung zu gehen, bei der wir meinen, dass wir die Erlaubnis bräuchten . . . von wem auch immer! Denn wir sind keine Kinder mehr und es ist die Frage: „Wen müssen wir denn überhaupt um Erlaubnis bitten?“

Wir sind erwachsen, wir dürfen unseren eigenen Willen haben!

Und wir dürfen alles, solange wir keinem anderen schaden, selbstverantwortlich für uns sorgen und für die Konsequenzen verantwortungsbewusst einstehen!

Die Entscheidung über die Frage „Darf ich das?“ fällt leicht, wenn wir im „Hier und Jetzt“ sind, mit unserem Fokus in der Gegenwart! Präsent.


Es ist es gerade in dieser Zeit wichtig, sich mit sich zu verbinden, sich auf das „Hier und Jetzt“ zu fokussieren

Hier mein Tipp:

mit dem du dich schnellstmöglich erden und ins „Hier und Jetzt“ bringen kannst:


Spür deinen Körper, deine Kleidung oder die Sonnenstrahlen auf der Haut! Setze deine Sinne ein: Atme bewusst bis ganz unten in den Bauch. Lenke deinen Blick auf etwas Schönes. Höre deine Lieblingsmusik. Schmecke bewusst dein Essen oder Trinken. Rieche den Frühling, dein Lieblingsparfüm oder deinen Kaffee. Beweg dich.

Dieser Tipp ist dazu geeignet, dir im aktuellen Moment zu helfen, dich zu fokussieren und somit leichter Klarheit in deine Entscheidung zu bekommen.

Manchmal reicht das auf Dauer nicht, um deine alten Verhaltensmuster nachhaltig zu lösen.

Gerne bin ich dann für dich da um mit dir an diesem Thema zu arbeiten!
Denn unsere alten Muster und Erfahrungen sind im Unterbewusstsein und unserem Körper abgespeichert. Da kommen wir alleine nicht gut dran.

Vereinbare hier dein kostenloses Klarheitsgespräch oder 06151/501796

Ein ergänzender interessanter Aspekt ist mir an mir aufgefallen.

Wenn ich mit der Frage „Darf ich das?“ beschäftigt bin, wandert mein Blick nach oben, als würde ich eine Antwort „von oben“ erwarten. Von einer Obrigkeit, einer höhergestellten Instanz, einer vermeintlichen Autorität, etc.

Das ist ein erlerntes Muster aus der Kindheit. In diesem Moment bin ich das Kind, welches um Erlaubnis fragt, um etwas bittet oder etwas will.

Ich bin körperlich klein und stehe in der Regel vor einem Erwachsenen, der größer ist als ich. Vater, Mutter, Oma, Opa, Onkel, Tanten, Erzieher, Lehrer etc. Also geht mein Blick nach oben.


Was mich noch kleiner, machtloser und unwichtiger fühlen lässt. Eine Stresshaltung für mein ganzes System.

Und aus kinesiologischer Sicht ist der Blick nach oben ein Stresszeichen. Bei Menschen, die unter Dauerstress sind, kann man z.B. beobachten, dass das Weiße unter den Pupillen im Auge sichtbar ist.

Somit bringen wir uns durch den Blick nach oben im Alltag zusätzlich in eine Stressposition. (Achtung: Das passiert, wenn ich über meine Lesebrille schaue!).

lesebrille

Folglich verstärke ich unbewusst meinen Stress, wenn ich mich mit einer sowieso schon stressigen Frage beschäftige.

Ein weiterer TIPP an dieser Stelle:

Egal mit welchem „Stressthema“ du dich beschäftigst, in welcher „Stresssituation“ du dich befindest, stelle sicher, dass du aus Augenhöhe heraus agieren kannst.

Das heißt, dass dein Blick geradeaus gerichtet ist. Entweder auf dein Gegenüber ( besser im Sitzen als im Stehen) oder auf etwas Wohltuendes, wie z.B. die Natur.

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